Meditation und wie man es richtig macht

Meditation – nur esoterische Spinnerei und religiöser Humbug?

Wer das heute noch glaubt, irrt gewaltig. Längst hat die Wissenschaft bewiesen: Regelmäßige Meditation bringt verborgene Fähigkeiten ans Licht. Und nicht nur das! Durch Studien konnte belegt werden, dass sich die Struktur des Gehirns verändert und neue neuronale Verknüpfungen angelegt werden. Schon 10 – 15 Minuten tägliches Üben erschließen ungeahnte Kräfte und verhelfen zu mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag.

Meditation versetzt uns in einen Zustand zwischen Schlaf und Wachsein. Die Gehirnwellen fahren in den Bereich des sogenannten Alpha-Zustandes herunter. Muskeln entspannen sich, die Atmung wird tiefer. Meist verlangsamt sich auch die Herzfrequenz und der Blutdruck sinkt. All das sind Zeichen von Stressabbau und tiefer Entspannung.

Meditation – das größte Abenteuer des Lebens

Wer sich darauf einlässt, wird schnell die positive Wirkung von Meditation erfahren. Sie hilft, den eigenen Körper wieder zu spüren und führt zurück zum eigenen Selbst.
Und das Wichtigste: Meditation bringt das Gedankenkarussell im Kopf zur Ruhe.
Damit ist nicht gemeint, nun plötzlich nicht mehr denken zu können. Der Mensch denkt ständig, bewertet und vergleicht. Im meditativen Zustand ist das aber anders. Die Gedanken kommen und gehen, ohne dass sie eine Bedeutung erhalten. Sie sind einfach da und ziehen dahin, wie weiße Schäfchenwolken am Sommerhimmel.

Einfach nur sein und nichts tun.
Den Augenblick annehmen, so wie er ist.
Es gibt keine Handlung und keine Regung von Emotionen.
Gedanken sind einfach nur Worte oder Bilder eines stillen Beobachters.

Der Zustand von Meditation lässt sich nur schwer erklären. Man muss ihn erleben – und, jeder erlebt ihn anders. Das, was so einfach klingt, kann für manchen unheimlich schwer sein.

Meditation ist nicht gleich Meditation

Nicht alles, was als Meditation bezeichnet wird, ist es auch tatsächlich. Visualisierungen und Phantasiereisen sind nur meditative Übungen. Sie decken nicht lästige Gefühle und Gedanken zu. Mit angenehmen Bildern oder Vorstellungen bekommen Ängste und Probleme eine wunderschöne Decke. Die Kunst des Meditierens ist, diese Decke wegzunehmen, sich in der Stille den Ängsten und Sorgen zu stellen. Nur still sitzen und spüren – das wird als höchste Kunst der Meditation bezeichnet.
Wer noch nie meditiert hat, sollte prüfen, welche Form für ihn in Frage kommt. Es gibt viele verschiedene Varianten. Zum Einstieg in die Meditationspraxis eignen sich am besten Techniken, die aus einer Kombination von Atmung, Stille und Bewegung bestehen.

Ja, ich will! Meditation – ein kleiner Einstieg

Für den ersten Versuch wählt man eine ruhige und geschützte Umgebung, in der so wenig wie möglich äußere Einflüsse ablenken. Eine angenehme Atmosphäre unterstützt die Entspannung.
Wichtig ist aufrechtes Sitzen mit gerader Wirbelsäule. Dabei ist unwichtig, ob man den Lotossitz beherrscht oder nicht. Ein Yoga Meditationskissen auf dem Boden, ein Bänkchen oder auch ein Stuhl unterstützen die Sitzposition. Liegen eignet sich nicht, denn es macht müde und verleitet zum Einschlafen.
Hat man eine angenehme Sitzhaltung gefunden, in der man ca. 20 Minuten ohne zu verkrampfen ausharren kann, kann es schon losgehen:
Nach ein paar tiefen entspannenden Atemzügen wird die Aufmerksamkeit bewusst auf den Atem gelenkt. Man spürt, wie sich der Brustkorb hebt und senkt, wie sich beim tieferen Atmen der Bauch füllt und wieder leert. Später folgt man dem Atem, wie er beim Ein- und Ausatmen an den Nasenflügeln vorbei strömt. Werden Geanken bewusst, lenkt man seine Aufmerksamkeit wieder auf das Atmen.
Mit regelmäßiger Übung und etwas Disziplin öffnet sich sehr bald ein Bewusstseinsraum des Nicht-Denkens und man kommt in Kontakt mit den verborgenen Kräften seiner Intuition und Kreativität. Disziplin heißt dabei nicht, etwas machen zu müssen, sondern ist Freiheit, es zu dürfen.

Meditation, ohne eine komplizierte Technik anzuwenden: Sitzen – Sein – Spüren